Von wegen blöd: Allein schlafen ist gesund
City- & Szenenews
10.09.2009
Wenn der Kuschelzwang krank macht ...
"Alleine schlafen ist blöd!!" lautet der Name der größten User-Gruppe beim Spion. Vielleicht ist es aber gar nicht schlecht, sich zum Schlafen in getrennte Betten zurückzuziehen - es kann die Gesundheit und die Beziehung positiv beeinflussen.
Nach einer von der BBC zitierten Studie leiden Paare im Durchschnitt 50% häufiger unter Schlafstörungen, wenn sie gemeinsam in einem Bett schlafen. Es sind nicht nur Unannehmlichkeiten wie das Schnarchen des Partners oder das frierende Erwachen, weil die Freundin oder Ehefrau einem die Decke geklaut hat. Schon leichte Bewegungen des Bettgenossen können die Schlafqualität stark beeinträchtigen - besonders Frauen sind anfällig<&a> für solche Störungen.
Platzmangel - der wahre Grund für nur ein Bett?
Bis hinein ins Viktorianische Zeitalter sei es eher unüblich gewesen, dass Ehepartner in einem Bett schlafen, berichtet der britische Schlafforscher Dr. Neil Stanley, der laut BBC-Bericht selbst die Nacht getrennt von seiner Ehefrau verbringt. Die moderne Tradition des gemeinsamen Ehebetts habe sich erst durch die Industrielle Revolution entwickelt, als die Menschen in die überfüllten Städte zogen und der Raum zum Leben knapper geworden sei.
Stanley verweist auch auf das antike Rom - damals sei das Ehebett der Ort für ein sexuelles Zusammentreffen gewesen, nicht jedoch für gemeinsamen Schlaf. "Es ist doch ohnehin oft so, dass man nach dem Kuscheln sagt: 'du, ich schlaf jetzt', und sich auf die Seite legt. Warum also nicht einfach gleich ins eigene Bett rüberwandern?"
Schlechter Schlaf - Krankmacher?
Gründe für getrennte Betten gäbe es genug: Laut Stanley kann schlechter Schlaf zu Depressionen, Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Verkehrs- und Arbeitsunfällen und nicht zuletzt zu Scheidungen beitragen. Trotzdem werde Schlaf weitgehend als Gesundheitsfaktor ausgeblendet. Dr. Robert Meadows, ein Soziologe an der Universität von Surrey, fügt hinzu: "Die meisten Menschen haben den Eindruck, sie würden besser schlafen mit jemandem an ihrer Seite. Doch wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf das Gegenteil hin.
Richtig ist, was glücklich macht
Trotzdem mahnt Schlafforscher Stanley, es ginge darum, was den Einzelnen glücklich mache: "Wenn Sie immer in einem Bett geschlafen haben und beide einen guten Schlaf haben, dann ändern Sie nichts. Aber haben Sie keine Angst, auch einmal etwas anderes auszuprobieren."
(ur)
Wenn der Kuschelzwang krank macht ...
"Alleine schlafen ist blöd!!" lautet der Name der größten User-Gruppe beim Spion. Vielleicht ist es aber gar nicht schlecht, sich zum Schlafen in getrennte Betten zurückzuziehen - es kann die Gesundheit und die Beziehung positiv beeinflussen.
Nach einer von der BBC zitierten Studie leiden Paare im Durchschnitt 50% häufiger unter Schlafstörungen, wenn sie gemeinsam in einem Bett schlafen. Es sind nicht nur Unannehmlichkeiten wie das Schnarchen des Partners oder das frierende Erwachen, weil die Freundin oder Ehefrau einem die Decke geklaut hat. Schon leichte Bewegungen des Bettgenossen können die Schlafqualität stark beeinträchtigen - besonders Frauen sind anfällig<&a> für solche Störungen.
Platzmangel - der wahre Grund für nur ein Bett?
Bis hinein ins Viktorianische Zeitalter sei es eher unüblich gewesen, dass Ehepartner in einem Bett schlafen, berichtet der britische Schlafforscher Dr. Neil Stanley, der laut BBC-Bericht selbst die Nacht getrennt von seiner Ehefrau verbringt. Die moderne Tradition des gemeinsamen Ehebetts habe sich erst durch die Industrielle Revolution entwickelt, als die Menschen in die überfüllten Städte zogen und der Raum zum Leben knapper geworden sei.
Stanley verweist auch auf das antike Rom - damals sei das Ehebett der Ort für ein sexuelles Zusammentreffen gewesen, nicht jedoch für gemeinsamen Schlaf. "Es ist doch ohnehin oft so, dass man nach dem Kuscheln sagt: 'du, ich schlaf jetzt', und sich auf die Seite legt. Warum also nicht einfach gleich ins eigene Bett rüberwandern?"
Schlechter Schlaf - Krankmacher?
Gründe für getrennte Betten gäbe es genug: Laut Stanley kann schlechter Schlaf zu Depressionen, Herzkrankheiten, Schlaganfällen, Verkehrs- und Arbeitsunfällen und nicht zuletzt zu Scheidungen beitragen. Trotzdem werde Schlaf weitgehend als Gesundheitsfaktor ausgeblendet. Dr. Robert Meadows, ein Soziologe an der Universität von Surrey, fügt hinzu: "Die meisten Menschen haben den Eindruck, sie würden besser schlafen mit jemandem an ihrer Seite. Doch wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf das Gegenteil hin.
Richtig ist, was glücklich macht
Trotzdem mahnt Schlafforscher Stanley, es ginge darum, was den Einzelnen glücklich mache: "Wenn Sie immer in einem Bett geschlafen haben und beide einen guten Schlaf haben, dann ändern Sie nichts. Aber haben Sie keine Angst, auch einmal etwas anderes auszuprobieren."
(ur)
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