Skandal bei Burger King: Kloputzen mit der Zahnbürste
City- & Szenenews
13.09.2010
Der Inhaber von 14 Burger-King-Filialen in Hamburg steht unter dem Verdacht, seine Mitarbeiter menschenunwürdig zu drangsalieren. Offenbar versucht er, sie aus ihren Arbeitsverhältnissen zu drängen.
Die Fast-Food-Kette Burger King sieht sich in Hamburg mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Wie das Hamburger Abendblatt am Freitag berichtete, sollen Angestellte bei einem Franchise-Partner des Konzerns drangsaliert und gedemütigt worden sein. Die Anschuldigungen wiegen schwer: Dutzende Abmahnungen, Bespitzelungen und Demütigungen soll es gegeben haben. Betroffene sprechen bereits von "Sklaverei". So habe ein Kollege als Strafe acht Stunden lang mit einer Zahnbürste Toiletten reinigen müssen.
Chancen für Klagen gut
"Den Angestellten rate ich zu einer Klage", unterstreicht Martin W. Huff, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Köln, im pressetext-Gespräch. "Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter zu menschenwürdigen Bedingungen zu beschäftigen. Die Betroffenen haben demnach sehr gute Chancen, Schadenersatzforderungen vor Gericht geltend zu machen", erklärt der Arbeitsrechtler. Die Vorwürfe richten sich gegen Sandro M., Inhaber von 14 Burger-King-Filialen im Hamburger Stadtgebiet und Umland.
Rund 120 Fälle von Erniedrigungen sind bereits bekannt. Betroffen sind die Geschäftslokale auf der Reeperbahn, in Bramfeld, Eimsbüttel, Altona, Harburg, Tornesch und Norderstedt. Diese sieben Filialen, in denen insgesamt fast 450 Angestellte arbeiten, hat M. zum 1. Mai dieses Jahres übernommen. Juristen gehen unterdessen von einem klaren Kalkül des Betreibers aus. "Sandro M. will diese Menschen aus ihren tarifgemäßen Arbeitsverträgen drängen und durch billigere Arbeitskräfte ersetzen", sagt Rechtsanwalt B. Alexander Koll.
Fürsorgepflicht vernachlässigt
Neben Bespitzelungen sowie psychischem Druck sollen Burger-King-Mitarbeiter gezwungen worden sein, ihre Kündigungen zu unterschreiben. "Dies ist ein nötigendes Verhalten des Arbeitgebers. Denn per Gesetz haben Mitarbeiter das Recht sich Zeit dafür zu nehmen, sich anwaltlich beraten und gegebenenfalls auch vertreten zu lassen", erläutert Huff auf Nachfrage von pressetext. Der Plan scheint in vielen Fällen aufzugehen. Oft stammen Angestellte aus dem Ausland, verfügen über keine Ausbildung und sprechen schlecht Deutsch.
In den kritisierten Burger-King-Filialen, in denen Angestellte einen Betriebsrat gegründet haben, sollen Personalessen und -getränke gestrichen worden sein. "Im Sommer waren es in der Küche 42 Grad und wir durften nicht einmal Leitungswasser trinken", sagen Betroffene. "Mit Anweisungen wie diesen, verstößt der Arbeitgeber klar gegen Fürsorgepflichten", so Huff. Die Muttergesellschaft ist sowohl mit M. als auch den Mitarbeitern in Kontakt getreten und hat mit allen Beteiligten eigenen Angaben nach bereits "konstruktive Gespräche" geführt.
(pte/pb)
Der Inhaber von 14 Burger-King-Filialen in Hamburg steht unter dem Verdacht, seine Mitarbeiter menschenunwürdig zu drangsalieren. Offenbar versucht er, sie aus ihren Arbeitsverhältnissen zu drängen.
Die Fast-Food-Kette Burger King sieht sich in Hamburg mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Wie das Hamburger Abendblatt am Freitag berichtete, sollen Angestellte bei einem Franchise-Partner des Konzerns drangsaliert und gedemütigt worden sein. Die Anschuldigungen wiegen schwer: Dutzende Abmahnungen, Bespitzelungen und Demütigungen soll es gegeben haben. Betroffene sprechen bereits von "Sklaverei". So habe ein Kollege als Strafe acht Stunden lang mit einer Zahnbürste Toiletten reinigen müssen.
Chancen für Klagen gut
"Den Angestellten rate ich zu einer Klage", unterstreicht Martin W. Huff, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Köln, im pressetext-Gespräch. "Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter zu menschenwürdigen Bedingungen zu beschäftigen. Die Betroffenen haben demnach sehr gute Chancen, Schadenersatzforderungen vor Gericht geltend zu machen", erklärt der Arbeitsrechtler. Die Vorwürfe richten sich gegen Sandro M., Inhaber von 14 Burger-King-Filialen im Hamburger Stadtgebiet und Umland.
Rund 120 Fälle von Erniedrigungen sind bereits bekannt. Betroffen sind die Geschäftslokale auf der Reeperbahn, in Bramfeld, Eimsbüttel, Altona, Harburg, Tornesch und Norderstedt. Diese sieben Filialen, in denen insgesamt fast 450 Angestellte arbeiten, hat M. zum 1. Mai dieses Jahres übernommen. Juristen gehen unterdessen von einem klaren Kalkül des Betreibers aus. "Sandro M. will diese Menschen aus ihren tarifgemäßen Arbeitsverträgen drängen und durch billigere Arbeitskräfte ersetzen", sagt Rechtsanwalt B. Alexander Koll.
Fürsorgepflicht vernachlässigt
Neben Bespitzelungen sowie psychischem Druck sollen Burger-King-Mitarbeiter gezwungen worden sein, ihre Kündigungen zu unterschreiben. "Dies ist ein nötigendes Verhalten des Arbeitgebers. Denn per Gesetz haben Mitarbeiter das Recht sich Zeit dafür zu nehmen, sich anwaltlich beraten und gegebenenfalls auch vertreten zu lassen", erläutert Huff auf Nachfrage von pressetext. Der Plan scheint in vielen Fällen aufzugehen. Oft stammen Angestellte aus dem Ausland, verfügen über keine Ausbildung und sprechen schlecht Deutsch.
In den kritisierten Burger-King-Filialen, in denen Angestellte einen Betriebsrat gegründet haben, sollen Personalessen und -getränke gestrichen worden sein. "Im Sommer waren es in der Küche 42 Grad und wir durften nicht einmal Leitungswasser trinken", sagen Betroffene. "Mit Anweisungen wie diesen, verstößt der Arbeitgeber klar gegen Fürsorgepflichten", so Huff. Die Muttergesellschaft ist sowohl mit M. als auch den Mitarbeitern in Kontakt getreten und hat mit allen Beteiligten eigenen Angaben nach bereits "konstruktive Gespräche" geführt.
(pte/pb)

13.09.2010 19:05
Gast
als wenn es sowas nur bei burger king geben würde,is doch fast überall so das man behandelt wird,wie der letzte dreck

13.09.2010 19:40
Gast
dem stimme ich zu.. und den burger-king mitarbeitern steht das sogar direkt auf der stirn.. guck sie dir mal an, wie eingeschüchtert und scheu die da rumlaufen.. kriegen kein lächeln raus.. daran sieht man ja schon, wie n mitarbeiter sich unwohl fühlt auf arbeit..
Also wenn die Kohle stimmt, würde ich mich auch so demütigen lassen 
Aber dies ist ja leider nicht bei den Mitarbeiter der Fall
Weiß einer zufällig was soein Mitarbeiter verdient ?

Aber dies ist ja leider nicht bei den Mitarbeiter der Fall

Weiß einer zufällig was soein Mitarbeiter verdient ?
naja aber BK merkt man solche extremen fälle auch als kunde, wie zb einsparungen! vor einen halben jahr war ich in stralsung n paar burger und pommes essen, erstmal schien alles in ordnung zu sein und bekam nach einer kurzen warte zeit meine bestellung als ich dann anfing zu essen fiel mir ein komischer geschmack der pommes auf als wäre das fett schon 2 wochen lang nicht gewechselt worden sein... ! seit dem ist BK bei mir taboo geworden!

13.09.2010 20:04
Gast
Dass die Pommes nicht mehr schmecken, wenn man um 4 Uhr bei MC-D und Co. vorfährt, ist ja allgemeinhin bekannt - also reg dich mal nicht auf^^
Im Endeffekt kann man nur sagen, dass jeder FREIWILLIG dort arbeitet. Ist ja nicht so, dass man jahrelang studiert, um irgendwann eine Karriere bei Burger King anzufangen.
Da kann sich ja ne Putzfrau auch mal drüber aufregen, dass sie Klos schrubben muss.
Im Endeffekt kann man nur sagen, dass jeder FREIWILLIG dort arbeitet. Ist ja nicht so, dass man jahrelang studiert, um irgendwann eine Karriere bei Burger King anzufangen.
Da kann sich ja ne Putzfrau auch mal drüber aufregen, dass sie Klos schrubben muss.
@ ronny, du hörst dich so an als würdest du damit sagen wollen das die leute ja selbst schuld sind das sie dort arbeiten gehen....
also für mich ist sowas unhaltbar und unterstreicht mal wieder mein reden, daß arbeitnehmer kaum noch rechte haben aus sicht des arbeitgebers.
da müssten hohe strafen für ausgesprochen werden..
also für mich ist sowas unhaltbar und unterstreicht mal wieder mein reden, daß arbeitnehmer kaum noch rechte haben aus sicht des arbeitgebers.
da müssten hohe strafen für ausgesprochen werden..

13.09.2010 21:23
Gast
@ ronny, du hörst dich so an als würdest du damit sagen wollen das die leute ja selbst schuld sind das sie dort arbeiten gehen....
Richtig.
Richtig.
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