Deutschland gedenkt den Opfern des 17. Juni

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© Polis: Die Aufstände des 17. Juni
17.06.2010

Volksaufstand in der DDR: Auf den Tag genau vor 57 Jahren protestierten eine halbe Million Menschen gegen die SED-Politik. Diese Proteste wurden blutig niedergeschlagen - und kosteten 100 Menschen das Leben. Heute gedenkt ganz Deutschland den mutigen Opfern.

17. Juni 1953. Die Proteste nahmen ihren Anfang in Berlin, von wo sie sich bald auf die gesamte DDR ausweiteten. Um ihrem Unmut gegen höhere Leistungsnormen Ausdruck zu verleihen, gingen mehr als eine halbe Million Menschen auf die Straße - wo sie blutig niedergeschlagen wurden. 100 Demonstranten starben, 1600 Demonstranten wurden verhaftet. Noch 37 Jahre später, bis 1990, galt dieser bedeutende Tag als gesetzlicher Feiertag.

Heute, 57 Jahre später, ist Berlin erneuter Mittelpunkt des Geschehens: In Gedenken an die Opfer werden in der Hauptstadt zahlreiche Kränze niedergelegt. Mitunter auch am Mahnmal auf dem Friedhof Seestraße, wo sich Bürgermeister Klaus Wowereit, Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Bundesverkehrs-
minister Peter Ramsauer einfinden werden, um den Opfern ihren Respekt zu zollen.

Der deutsche Bundestag verrichtete am Morgen eine Gedenkstunde für die Opfer des 17. Juni 1953. Gesine Schwan, die damalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, sah in ihrer Ansprache eine deutliche Parallele zwischen der blutigen Vergangenheit und der Gegenwart: Allein die derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise stelle Deutschland vor eine ähnlich schwierige Situation. Es habe sich "ein Gefühl der Ohnmacht und Ungerechtigkeit" verbreitet, und um dem entgegenzuwirken, müsse die Politik die Bürger endlich in höherem Maße in ihre Entscheidungen einbinden.

Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert misst dem Datum laut dem MDR eine besondere Bedeutung bei: Es sei ein absolutes Schlüsselerlebnis in der europäischen Nachkriegsgeschichte, sei dieser Tag doch der Beginn einer Folge von Aufständen gegen die kommunistische Herrschaft in Mittel- und Osteuropa gewesen.

Ganz Deutschland gedenkt den Opfern

Nicht nur in Berlin wird den Opfern des 17. Juni 1953 gedacht. In Leipzig hält der Bundestagspräsidentschaftskandidat der SPD und Grünen, Joachim Gauck, eine Ansprache, während auch in Görlitz, Chemnitz und Dresden Kränze niedergelegt werden. Eine besondere Rolle spielt die Hallesche Gedenkstätte "Roter Ochse": Dort präsentieren Schüler, neben einer weiteren Kranzniederlegung, anlässlich des Gedenktages ihre Arbeiten zum Schicksal politischer Häftlinge. Ein weiteres Treffen von großer Bedeutung findet in Magdeburg statt: Hier kommen die Opferverbände und die Stiftung "Gedenkstätten Sachsen-Anhalt" an der Gedenkstätte Moritzplatz zusammen.

Ein geschichtsträchtiger Tag - auch für Altkanzler Helmut Schmidt: Dieser bekommt, in Anlehnung an den Gedenktag, in Geisa den "Point Alpha Preis" verliehen - als Anerkennung seiner Verdienste um die Deutsche Einheit.

(nm)
17
Kommentare insgesamt

17.06.2010 14:25
Gast
wie schön das ich heute Geburtstag habe)

17.06.2010 16:54
Gast
es wird zeit das auch wir mal auf die Straßen gehen!

Hergal Tyrson
17.06.2010 17:53
reg. Mitglied
wenns so weiter geht sind wir auch bald auf den stand von griechenland

17.06.2010 17:55
Gast
Papierherz: wer solche haltlosen Äußerungen macht ist dumm in meinen Augen. Das sind typische BILD-Zeitungs und NPD Parolen ohne jegliche Grundlagen

17.06.2010 17:57
Gast
Ja ja ihr geilt euch noch in 50 Jahren an Griechenland auf

White Blue
17.06.2010 21:05
reg. Mitglied
es wird zeit das auch wir mal auf die Straßen gehen!

@Papierherz, was willst du denn auf der strasse? du lebst heute in einem rechtsstaat von dem die leute des 17. juni 1953 nur träumen konnten! sie würden sich deinertwegen jetzt schämen, wenn sie deine äußerung lesen würden!

MummyHRO
17.06.2010 22:00
reg. Mitglied
gibt es hier denn auch mal einen beitrag von menschen die halbwegs denken können ??? papierherz kann es wohl, naja und 2-RaumWohnung sollte vieleicht mal seine tageslektüre wechseln, und woooooooo lebt denn ..der Hanseat..,is das ein außerirdischer ????

Griffin Sclow
Premium-Mitglied

18.06.2010 09:13
Moderator
@MummyHRO: Papierherz hat eine inhaltslose Phrase in den Raum gestellt (und dabei auch noch ein "s" vergessen).... wo ist da das Denken bitte?
Keiner von uns hat diese Zeit bewusst miterlebt, also kann sich keiner vorstellen wie es war, wenn man dazu gezwungen wurde alles aufzugeben..... Ich habe gerade am Dienstag einen Vortrag gehört von einem Mann, welcher 1942 geboren wurde, mit 15 seinen ersten Fluchtversuch hatte, dann 1967 wieder und dann im Stasiknast saß.... sein Glück war, dass er vor der Flucht einen B-Plan hatte und so am Ende freigekauft wurde. (Kurzfassung, der Vortrag ging etwas über 2 Stunden) DER hat es miterlebt und das kann man gewiss nicht mit der heutigen Situation vergleichen.....
Wo geht es euch denn schlecht bitte? Jeder hat die Möglichkeit sich selbstständig zu machen, zu reisen, zu wählen wen er möchte, etc.... Damals hieß es mehr Arbeit mit gleichem Lohn oder gar weniger Lohn. Heute wollen die Leute ne 30Std-Woche und dafür noch 2000€ ausgezahlt haben.... dass das nicht funktionieren kann, sollte jedem klar sein. Und jammern können immer alle, aber wie sie es (besser) machen würden, sagt keiner..... ganz großes Tennis hier wieder!

Andy E.
18.06.2010 11:22
reg. Mitglied
auf die straße gehen, ja, schaut es euch an...
damals kamen panzer, wurden menschen erschossen, verhaftet, verrteilt, gefoltert.

heute? sind die menschen sich einfach nicht mehr einig. leider. und die schere zwischen arm und reich ist zu weit auseinander.

und viele liegen lieber am strand als zu demonstrieren.

warum nimmt eigentlich nicht jeder von uns ein stück verantwortung war und beteiligt sich am politischen geschehen?

disco, einen trinken und so weiter, alles wichtiger als denen da oben zu zeigen das wir nicht mehr einverstanden sind mit dem was sie da machen.

damals wars ja auch so, daß die menschen alle ungefähr den gleichen lohn hatten und die unterschiede geringfügig waren. auch hatten die menschen noch nicht diesen wohlstand der heute da ist. es geht den meisten einfach noch zu gut.

richtig ist es aber dennoch denen da oben zu sagen daß nicht immer die menschen die schon wenig oder nur das nötigste haben immer alles zahlen sollen.

ausgaben müssen gespart werden. bundesausgaben.
mal eine frage: gehören dazu nicht auch die gehälter und diäten der politiker?? einige im bundestag sprechen es an, das finde ich mutig und zeigt, daß einige auch ihren beitrag leisten wollen zur krise, die in der politik mitwirken. hut ab

@ griffin, sicher hat jeder die möglichkeit zu reisen, sich selbständig zu machen und so weiter. aber ein hartz4 empfänger und reisen? ein hartz4 empfänger und selbständig?? ganz still werd und nachdenke.....

18.06.2010 16:25
Gast
gibt es hier denn auch mal einen beitrag von menschen die halbwegs denken können ??? papierherz kann es wohl, naja und 2-RaumWohnung sollte vieleicht mal seine tageslektüre wechseln, und woooooooo lebt denn ..der Hanseat..,is das ein außerirdischer ????

*lol*
Das ist der beste Witz den ich heute gelesen habe. Soll ich also auch BILD-leser werden damit ich mich eurem "Niveau" messen kann?
17
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